Kurzportrait

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen bietet eines der grössten Entwicklungs- und Flächenpotenziale in der Stadt und der Agglomeration Bern. Für den ESP-Perimeter liegt ein rechtsgültiger Richtplan aus dem Jahre 1994 vor.
Für mehrere Areale sind zurzeit Abklärungen für Umnutzungen im Gang und es besteht von verschiedenen Akteuren ein erhöhtes Interesse das gesamte Gebiet städtebaulich weiterzuentwickeln. Darüber hinaus hat der Kanton Bern Ende 2012 beschlossen den ESP Ausserholligen neben vier weiteren Standorten in die Premium-Kategorie aufzunehmen. Dieser wird nun von der Stadt Bern gemeinsam mit dem Kanton gezielt entwickelt.

Grafik: Stadtplanungsamt Bern

Weyermannshaus

Die Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus steht vor einer Gesamtsanierung. Die Sanierung wird in zwei Etappen erfolgen: Das Freibad soll ab 2020 saniert werden. Die Kunsteisbahn und das Hallenbad sollen in den Jahren 2022 bis 2025 erneuert werden.
Undichtes Freibad

Im Freibad Weyermannshaus steht eines der grössten Freibadbecken in Europa. Das Becken ist jedoch undicht. Ein Teil des chlorierten Wassers fliesst ungereinigt in den Wohlensee.  Um den heute geltenden Gewässerschutzvorschriften gerecht zu werden, muss das Becken zwingend erneuert werden. Es ist vorgesehen, das Becken mit einer Folie abzudichten. Die bestehenden Kanalisationsleitungen werden so saniert, dass dem Abwasser aus dem Becken dank eines Aktivkohlefilters das Chlor entzogen werden kann. Die benachbarte Kunsteisbahn profitiert auch von der Sanierung. Die Kühlung der dortigen Kältemaschinen soll mit dem Wasser aus dem Freibad erfolgen. Heute wird dafür eine grosse Menge Grundwasser verwendet. Dank den neuen Anschlüsse und Leitungen können rund 40 Prozent des jährlichen Grundwasserverbrauchs eingespart werden.
Der Baukredit zur Freibadsanierung kommt voraussichtlich im Jahr 2020 vor das Volk. Anschliessend werden von Ende 2020 bis Mitte 2022 die Bauarbeiten über die Bühne gehen.
Alte Garderoben
Das denkmalgeschützte Garderobengebäude im südlichen Bereich der Anlage muss ebenfalls saniert werden. Es entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der ursprüngliche Plan, alle Garderoben erst 2022 mit der Erneuerung der Kunsteisbahn und des Hallenbads Weyermannshaus zu sanieren, wurde verworfen. Während der rund dreijährigen Bauzeit sollen diese Garderoben bereits zur Verfügung stehen. Deshalb werden die Garderoben im Süden des Areals bereits ab 2020 saniert.
Unzeitgemäße Kunsteisbahn, veraltetes Hallenbad
Sowohl die Kunsteisbahn als auch das Hallenbad sind in einem schlechten baulichen Zustand. Das Becken, die Wasseraufbereitung und die Gebäudehülle im Hallenbad müssen dringend erneuert werden. Bei der Kunsteisbahn soll der Eingangsbereich mit den Garderoben, die Tribüne sowie die westliche Eisfläche rückgebaut werden. An deren Stelle soll eine Eishockeyhalle gebaut werden.
Zurzeit läuft ein von Hochbau Stadt Bern durchgeführter Projektwettbewerb. Das Ergebnis der Jurierung ist für das 4. Quartal 2019 vorgesehen. Mit der Volksabstimmung kann ab dem 4. Quartal 2021 gerechnet werden, so dass der Baubeginn etwa auf das 2. Quartal 2022 zu stehen kommt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 vorgesehen.
Umnutzung der Eisbahn 2019
Solange die Sanierungen noch nicht vollzogen werden, kann das Eis und dass Wasser wie bis anhin genutzt werden. Bis zu den Sommerferien 2019 wird das Publikumsfeld der Kunsteisbahn Weyermannshaus zudem von Velofahrenden in Beschlag genommen. Ein Veloverkehrspark dient 88 Schulklassen als Übungsfläche, wo die Schüler*innen in Theorie und Praxis auf den Strassenverkehr vorbereitet werden.
Ausserhalb der Unterrichtszeiten und ab Beginn der Sommerferien bis Ende August 2019 darf der Veloverkehrspark durch die Bevölkerung genutzt werden. Eltern können dort zum Beispiel mit ihren Kindern das Velofahren üben. Die Öffnungszeiten des Geländes sind gleich wie die Öffnungszeiten des Freibades Weyermannshaus.
 

Campus BFH

Architekturwettbewerb zum Campus Bern der Berner Fachhochschule
Das Siegerprojekt für den neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) steht fest: Das Projekt «Dreierlei» unter der Leitung der wulf architekten gmbh aus Stuttgart.
 

Grafik: www.campus-bern.ch

Flyer Campus

Begleitgremium + Spurgruppe

QM3 hat sowohl in der Spurgruppe als auch im Begleitgremium des ESP Ausserholligen Einsitz.
Die letzte Spurgruppensitzung fand am 29. Januar 2019 statt. Das Stadtplanungsamt präsentierte den aktuellen Stand des Projekte.
Am Begleitgremium vom 7. November 2018 wurde der neue Richtplan weiter ausgearbeitet.
QM3 wird laufend ihre Positionen und Schwerpunkte einbringen.

Teilprojekte des ESP (Grafik: Stadtplanungsamt Bern)

Gangloff-Areal

Auf dem Gangloff-Areal soll eine nutzungsdurchmischte Überbauung mit 160 bis 180 urbanen Wohnungen entstehen. Das Vorhaben ergänzt das bereits realisierte Zentrum Europaplatz. Der Gemeinderat hat die neue Überbauungsordnung und die geringfügige Änderung der bestehenden Zone mit Planungspflicht Gangloff zur öffentlichen Auflage verabschiedet. Beide Instrumente liegen in Kompetenz des Gemeinderats und erfordern keine Volksabstimmung.
Die öffentliche Auflage dauert vom 11. Juli bis zum 22. August 2018. Die dazugehörenden Unterlagen können während der Auflagezeit unter www.bern.ch/auflagen heruntergeladen oder während den Bürozeiten beim Stadtplanungsamt Bern, Zieglerstrasse 62, sowie der BauStelle, Bundesgasse 38, eingesehen werden.

Die geplante Überbauung (Grafik: GWJ Architektur)