Jahresberichte
Geschäftsbericht 2009
Bitte beachten: Seit 1.1.2010 gelten für die Koordinationsstelle folgende Adresse und Telefonnummer:
QM3;
3000 Bern;
031 911 56 66 / 078 667 90 40
Allgemeines
Die QM3 befasste sich im vergangenen Jahr in sieben Plenumssitzungen während ca. 25 Sitzungsstunden, unter anderem mit grösseren Sachgeschäften und zahlreichen kleineren Anliegen. Wichtige Themen waren:
- Mitwirkung Quartierplan samt Orientierung und Workshop und Verabschiedung einer Stellungnahme zum Q’Plan
- VRB Mitwirkung regionaler Richtplan Aareraum
- Tram Region Bern / ÖVErschliessung Weissenbühl- Monbijou
- Organisationsentwicklung TOJ/DOK/VBG
- Begrüssungsanlässe für Neuhinzugezogene im Stadtteil 3 und
- Nachfolgeregelung Koordinationsstelle.
Folgende weitere Themen wurden ebenfalls behandelt:
- Urnenlokale
- ÖV Insel von Roll
- Umgestaltung Munzingerplatz
- Spielplätze Loryplatz Schlossmatte
- Midnightprojekt
- Stellungnahme Sammelstelle Holligen
- Winterdienst (TBA)
- Eröffnungsfest Loryplatz Trambernwest
- Personenunterstand Vidmar
- Umwelttag 2010
- Vorstellen Wettbewerbergebnisse Tram Köniz, Eigerplatz
- Beiträge QuartierMagazin
Zu folgenden Planungen und Vernehmlassungen reichte die QM3 eine Stellungnahme ein:
- Quartierplan
- Urnenlokale
- Aareschlaufen
- ÖV Erschliessung Insel von Roll
- Umgestaltung Munzingerplatz
- Spielplätze Loryplatz Schlossmatte
- Midnightprojekt
- Sammelstelle Holligen
- ÖV Erschliessung Weissenbühl
- Zudem nahmen Vorstandsmitglieder oder die Koordinationsstelle an Sitzungen zum Projekt «subers Bärn», Stadtteilkonferenzen und Koordinationssitzungen mit den anderen Quartiermitwirkungen teil.
Hauptthemen
Tram Bern West
Baubeginn 2009 Am 2. März starteten nach der Winterpause die Bauarbeiten des Jahres 2009 für das Tram Bern West. Die Schwerpunkte der Arbeiten befanden sich auf der Schlosstrasse sowie der Bethlehemstrasse.
Ab 6. April bis 11. Oktober 2009 wurden die Bauarbeiten auf der Schlossstrasse ab Loryplatz in vier Bauetappen bis Ausserholligen vorangetrieben. Während dieser Zeit konnte der Verkehr auf der Schlossstrasse nur eingeschränkt verkehren. Der Durchgangsverkehr wurde wie die Busse der BERNMOBIL-Linien 13 und 14 via Freiburgstrasse (Richtung Bümpliz) bzw. Weissensteinstrasse (Richtung Zentrum) um die Baustellen herum geführt. Es musste deswegen mit längeren Fahrzeiten der Busse von wenigen Minuten gerechnet werden.
Bis Ende Juni 2009 wurde der neue Loryplatz fertig gestellt. Insbesondere wurde dort ein bisher für Bern einzigartiges Leuchtendach über der künftigen Tramhaltestelle aufgehängt. Am 27. Juni konnte der neue Loryplatz mit einem Quartierfest feierlich eröffnet werden.
Quartierplanung
Vom 24.4.2009 bis 31.8.2009 lag die Quartierplanung zum Stadtteil 3 zur öffentlichen Mitwirkung auf. Die Quartierplanung beinhaltet einen Quartierplan und den Teilverkehrsplan «Motorisierter Individualverkehr» (MIV). Damit wird das räumliche Stadtentwicklungskonzept für den Stadtteil 3 mit den sechs Quartieren Holligen, Mattenhof, Monbijou, Sandrain, Weissenbühl und Weissenstein konkretisiert. Die Quartierplanung zeigt auf, wie sich unsere Quartiere baulich, nutzungsmässig, aber auch in Bezug auf öffentliche Aussen- und Freiräume entwickeln sollen.
Zudem wird aufgezeigt, mit welchen Eingriffen die Verkehrssituation verbessert werden kann. Am Samstag, 9.5.2009, fand im Saal des Kirchgemeindehauses Frieden an der Friedensstrasse eine öffentliche Orientierungsveranstaltung statt.
Im anschliessenden öffentlichen Workshop bot sich die Gelegenheit, sich vertieft mit den Planungsunterlagen auseinanderzusetzen und gemeinsam mit anderen Interessierten eine Meinung zu bilden.
Die Zukunft planen – Workshop Quartierplan
Gut 50 QuartierbewohnerInnen aus dem Stadtteil 3 nahmen am 9. Mai im Kirchgemeindehaus Frieden am öffentlichen Workshop zur Quartierplanung teil. Nach einleitenden Referaten des Stadtplaners Christian Wiesmann und des Verkehrsplaners Hugo Staub wurden in insgesamt fünf Teilgruppen nach Gebiet aufgeteilt (Ost, Zentrum und West) verschiedenen Themenbereiche wie Siedlung, Verkehrsfragen, öffentliche Räume etc. diskutiert. Anschliessend wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppensitzungen im Plenum vorgestellt und in einer zweiten Runde erneut in Kleingruppen besprochen. Aufgrund der verschiedenen Rückmeldungen erarbeitete die Koordinationsstelle der QM3 im Anschluss an den Workshop eine Stellungnahme, welche an zwei Delegiertenversammlungen bereinigt und verabschiedet wurde.
Begrüssung von Neuhinzugezogenen vom 16. Mai im Bürenpark
Bereits zum vierten Mal fand im Bürenpark am 16. Mai von 16.00-19.00 Uhr ein öffentlicher Begrüssungsanlass für Neuzugezogene im Stadtteil 3 statt.
Im einleitenden Begrüssungswort hob Gemeinderat Reto Nause hervor, wie herzlich er von der Berner Bevölkerung empfangen worden war und wie es darauf hin gekommen sei, dass er nach wenigen Jahren in den Gemeinderat der Stadt Bern gewählt wurde.
Anschliessend wurden die Neuhinzugezogenen in mehreren Teilgruppen auf einen Parcours durch das angrenzende Quartier mit den Angeboten der Stadt Bern vertraut gemacht. Das Schulsystem wurde erklärt, der öffentliche Verkehr, die Verwaltungsebenen von Gemeinde, Kanton und Bund. Es wurden aber auch «grüne Oasen» besucht und über die Sulgenbachschule via «Geheimweg» der Park und die Villa Stucki besichtigt. Anschliessend via Restaurant Cultina und Monbijoupark zurück zum Bürenpark.
Der Anlass erfuhr rundum gute Rückmeldung seitens der Teilnehmenden. Auch die Vertreter von Quartiervereinen und Parteien waren zufrieden. In Bezug auf die Zahl der anwesenden Quartiervereine und VertreterInnen von öffentlichen Angeboten im Stadtteil 3, dürfte die Chance durchaus noch besser genutzt werden, mit neu in den Stadtteil gezogen Menschen in Kontakt zu kommen.
Eröffnung Schülertreff Munzinger 27.05.09
Vor fünf Jahren wurde in der Stadt Bern die erste Jugendmotion eingereicht. Sie ging zurück auf das Projekt „Mach mit“, welches die Quartierkommission QM3 zusammen mit dem Verein Gesunde Stadt Bern und der Trägerschaft offene Jugendarbeit (TOJ) durchgeführt hat. Nachdem sich die Raumsuche für den Jugendtreff als sehr schwierig erwies, ist nun neben dem Jugendraum im ehemaligen Tennisclub Beaumont beim Munzingerschulhaus ein kleiner Mehrzweckraum für SchülerInnen eröffnet worden.
Nach anfänglicher Skepsis der unmittelbaren Nachbarschaft konnte nun in einem guten Einvernehmen gemeinsam ein Betriebskonzept erarbeitet werden. Der Schülertreff wird von einem Team von SchülerInnen des Munzingerschulhauses betreut. Die JugendarbeiterInnen von TOJ begleiten das Team.
Verzicht auf allgemeines Fahrverbot im Könizbergwald
Das im Frühling 2009 im Rahmen des Waldstrassenplans publizierte allgemeine Fahrverbot ist bei den verschiedenen Nutzerkreisen des Könizbergwaldes auf grosses Unverständnis gestossen. Es gingen viele Einsprachen ein. Deshalb verzichtet die kantonale Waldabteilung darauf, das allgemeine Fahrverbot durchzusetzen. Neu ist vorgesehen ein dreiteiliges Motorfahrzeugverbot aufzustellen. Somit können Velofahrer und vor allem Familien mit Kindern nach wie vor über die attraktiven und sicheren Routen durch den Könizbergwald fahren. Am 28.05.09 fand unter Mitwirkung der QM3 und der Quartierarbeit (GWA im Stadtteil3) auf der Gemeindeverwaltung Köniz eine Aussprache statt. Um die 40 VertreterInnen von einsprechenden Vereinen nahmen teil. Es wurden die diversen Nutzungskonflikte angesprochen und erste Lösungsansätze diskutiert. Der Verzicht auf das Fahrverbot wurde von den Anwesenden sehr begrüsst. Verschiedene Lösungsansätze sollen nun weiterverfolgt werden, zum Beispiel bessere Information über die intensiven Wildschutzgebiete und anderes.
Kinder im Verkehr
Unter Leitung der Interfakultären Koordinationsstelle für allgemeine Ökologie (IKAÖ) der Universität Bern wird das Verhalten von Kindern im Verkehr untersucht. Zusammen mit privaten Planungsbüros (Interface Luzern und verkehrsteiner Bern) werden in einem Forschungsprojekt der schweizerischen Verkehrsingenieure (SVI) in verschiedenen Gemeinden der Schweiz Schulwege und das Verhalten von Kindern im Verkehr untersucht. In Bern konzentrierte sich die Untersuchung auf das Sulgenbach- und Marzilischulhaus und die entsprechenden Schulwege. Ein Team der IKÖ untersuchte das Bewegungsverhalten der Schulkinder. Das Büro verkehrsteiner erstellte eine Grobanalyse der Schulwegsituation im Umfeld der Schulhäuser. Mit Ergebnissen ist auf Anfang 2010 zu rechnen.
Loryplatzfest
Am 27. Juni 09 wurde auf dem weitgehend gesperrten Loryplatz ein Eröffnungsfest durchgeführt. Das Dampftram pendelte zwischen der Haltestelle Brunnmatt und Loryplatz hin und her. Ein Karussell, zahlreiche Musikdarbietungen, Marktstände, usw. sorgten für eine festliche Stimmung.
Alte Garderobe / Quartierzentrum Zwischenraum
Die alte Garderobe konnte mit grossem Freiwilligeneinsatz in einen Quartiertreffpunkt umgewandelt werden. Als Abschluss der Arbeiten fand ein Eröffnungsfest statt. Die Räume stehen für Quartieraktivitäten (Kinderspielangebote etc.) zu Verfügung und können bei reserviert werden.
Vereine sind doof / es lebe der Quartierverein!
Traditionelle Vereine und Institutionen wie Leiste, Quartiervereine etc. haben immer wieder Schwierigkeiten ihre Vereinsorgane zu besetzen und ein attraktives Angebot für die Mitglieder und Quartierbewohner bereitzustellen. Dies hängt offenbar damit zusammen, dass die Tätigkeit in Vereinsvorständen, mit zahlreichen Sitzungen und viel Papierarbeit, nicht mehr als besonders attraktiv empfunden werden.
Auf der anderen Seite sind Quartiergruppen von engagierten AnwohnerInnen, welche sich um ihr näheres Wohnumfeld und die Pflege des Beziehungsnetzes kümmern, für eine lebendige Stadt von grösster Bedeutung. Quartier- und Initiativgruppen sind für die Quartierkommission QM3 von elementarer Bedeutung. Die QM3 selbst tritt in der Regel nicht in direkten Kontakt mit QuartierbewohnerInnen, sondern baut auf der Zusammenarbeit mit Delegierten aus Quartiervereinigungen auf. Nur bei den regelmässig stattfindenden öffentlichen Workshops zu aktuellen Themen kann die QM3 in direkten Kontakt mit QuartierbewonerInnen gelangen. Ebenso beim zweimal jährlich stattfindenden Anlass für Neuhinzugezogene. Tragen Sie schon länger mit dem Gedanken rum, im näheren Wohnumfeld ein Strassenfest zu organisieren? Stören Sie sich an zu wenig attraktiv ausgestalteten Plätzen, Kreuzungen, Spielplätzen etc.? Dann wäre es Zeit dazu, Gleichgesinnte um sich zu scharen und an einem Quartierfest oder Spielplatzbrunch oder mittels einer öffentlichen Begehung etc. für Ihre Anliegen Werbung zu machen und Gleichgesinnte zu suchen.
Tramlinie 10 nach Köniz wird aktuell
Aufgrund der positiven Machbarkeitsstudie zur Tramlinie 10 nach Köniz, wird nun als nächstes die Projektierung der neuen Tramlinie von Ostermundigen nach Schliern in Angriff genommen. Im Laufe des Sommers wird ein Wettbewerb unter Fachleuten (Ingenieure, Architekten, Landschaftsarchitekten) ausgeschrieben.
Ein Kreisel am Eigerplatz?
Der Eigerplatz ist einer der komplexesten und unwirtlichsten Verkehrsknoten der Stadt Bern. Mit dem vorgesehenen Bau der Tramlinie 10 nach Köniz und Schliern ergibt sich die Chance, den Eigerplatz umzubauen. Damit ist die grosse Hoffnung verknüpft, dass es nicht nur gelingt, die neue Tramlinie nach Köniz optimal zu integrieren, sondern auch das nicht sehr attraktive Platzkonglomerat gestalterisch aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit zu verbessern.
Der Verkehrsknoten wird heute in der Abendspitzenstunde nicht nur von 8000 Motorfahrzeugen befahren, sondern z.B. auch von über 4000 FussgängerInnen begangen! Deshalb sollen insbesondere auch die Verhältnisse für zu Fuss Gehende und Velo Fahrende verbessert werden. Zu diesem Zweck hat die Planungsgemeinschaft Tram Region Bern einen zweistufigen Ideenwettbewerb durchgeführt.
Die Aufgabe bestand darin, für die neue Tramlinie und den übrigen Verkehr eine zukunftsweisende Lösung mit einer möglichst hohen Aufenthaltsqualität zu erarbeiten. Erwartet wurden kreative Vorschläge, wie der Platz städtebaulich, verkehrstechnisch und gestalterisch sinnvoll ins Quartier eingebettet werden kann.
Breiter Fächer
16 Teams aus dem In- und Ausland haben am Wettbewerb teilgenommen. Die Mehrzahl der eingereichten Projektvorschläge zeichnen sich durch ihr hohes Niveau aus. Sie setzen sich fundiert mit der Aufgabenstellung und mit dem Ort «Eigerplatz» auseinander. Die unterschiedlichen Lösungsansätze zeigten indessen auf, wie schwierig die verschiedenen Ansprüche an den umgestalteten Platz zu erfüllen sind: die einen setzen städtebauliche Akzente, andere konzentrieren sich mehr auf verkehrstechnische Lösungen.
Fünf Preise
Eine dreizehnköpfige Jury beurteilte die Arbeiten während zweier Tage. Zu den Jurymitgliedern gehörten Fachleute aus Architektur und Verkehr, Gemeinderätin Regula Rytz sowie zwei Quartiervertreter des Stadtteils III. Letztere hatten insbesondere darauf zu achten, dass die Ergebnisse verschiedener Workshops der QM3 und «Defizitmeldungen» von Anwohnenden bei der Jurierung berücksichtigt wurden.
Es wurden fünf Vorschläge prämiert. Den ersten Rang erreichte das Projekt «EIGERTRAM» des Ingenieurbüros B+S AG zusammen mit Moeri+Partner, Landschaftsarchitektur, Bern, sowie Rykart Architekten, Gümligen. Die vier Erstplatzierten erhalten je einen Studienauftrag, um ihre Ideen zu vertiefen. Die Resultate sollen im Mai 2010 vorliegen, der beste Lösungsvorschlag wird anschliessend in das Vorprojekt Tram Region Bern integriert.
Das Projekt «Eigertram» wird nun mit drei weiteren überarbeitet. Wir hoffen, dass es gelingt, trotz zusätzlicher Schienen am Eigerplatz sichere Verhältnisse für Velo fahrende zu schaffen und gleichzeitig noch mehr städtebauliche Qualitäten aufzuzeigen. Zudem müssen auch die verschiedenen Optionen aus dem Quartierplan und Teilplan MIV berücksichtigt werden. So ist insbesondere sicherzustellen, dass die Option des grossräumigen Einbahnsystems Zieglerstrasse und Belpstrasse möglich bleibt.
Sanierung Spielplätze Schlossmatte und Loryplatz
Im Quartier Holligen, speziell in der Schlossmatte, ist eine deutliche Zunahme von Familien mit Kleinkindern festzustellen. Die Mitarbeitenden der Quartierarbeit des Stadtteils 3 bekommen zunehmend Anfragen von Eltern bezüglich des Zustandes des Spielplatzes.
Auf dem Spielplatz Schlossmatte wird bemängelt:
- Defekte / fehlende Tritte bei der Rutschbahn
- Littering im Sandkasten, bei den Abfallkübeln und bei der kleinen Brätlistelle
- Fehlender Sand im Sandkasten
- Fehlendes Wasser (die Leitung der Wasserpumpe wurde gekappt)
- Defekte Netze bei den Fussballtoren
- Fehlendes Netz beim Pingpongtisch (Eisennetz)
Die Spielgeräte des Loryspielplatzes werden durch die Stadtgärtnerei regelmässig gewartet. Bedauert wird von regelmässigen NutzerInnen, dass der Turm abgebaut und an seiner Stelle ein Häuschen gesetzt wurde, das die Kinder kaum brauchen. Weiter fehlt auch auf dem Loryspielplatz fliessendes Wasser.
Die Quartiere Holligen – Brunnmatt sind Pilotquartiere des städtischen Frühförderprojektes Primano. Sie wurden auf Grund der hohen Anzahl an Familien mit Kindern für das Pilotprojekt Primano ausgewählt. Eine zentrale Säule des Projektes ist, Kindern Erfahrungen zu ermöglichen. Spielplätze nehmen hierbei eine wichtige Funktion in der Alltagsgestaltung der Familien ein.
Deshalb sind die Delegierten der QM3 der Meinung, dass die Spielplätze Schlossmatt und Loryplatz aufgewertet und notwendige Verbesserungen eingeleitet werden müssen. Ein entsprechendes Schreiben wurde anlässlich der DV vom 26.10.09 verabschiedet und den zuständigen städtischen Stellen übermittelt. Wir werden über die Antworten berichten.
Erfolgreicher Begrüssungsanlass für Neuzuzügerinnen
Am Samstag 24. Oktober fand bereits der vierte Begrüssungsanlass statt. Mit über 70 Neuzuziehenden und gegen 30 Vertretern von Quartiervereinen, Parteien und weiteren Stellen war der Anlass im Bürenpark erneut von einer erfreulich hohen Nachfrage geprägt.
Wo fährt der BUS ins Weissenbühl?
Mit der Eröffnung von Tram Bern West und dem vorgesehenen Bau der neuen Tramlinie 10 nach Köniz und Ostermundigen wird es eng in der Spital- und Marktgasse. Deshalb wurde das übrige Tramnetz überprüft.
Neu sollen das 5er Tram mit Linie G der RBS verknüpft werden. Die Linie 3 wird vorerst nur noch als Radiallinie zum Bahnhof geführt werden. Mit der Eröffnung der Linie 10 nach Köniz droht ihr das aus. Ab dem Eigerplatz verkehren pro Tag nur noch rund 7'000 Passagiere bis ins Beaumont resp. Weissenbühl. Diese könnten mit einem Bus bewältigt werden. Genau dies steht in entsprechenden Studien zur Diskussion, welche den Delegierten der QM3 anlässlich der DV vom 26.10.09 von einer hochkarätigen Delegation von Stadt und Kanton Bern vorgestellt wurden.
Die Delegierten zeigten Verständnis für die Überlegungen, zumal die Überforderung der Hauptgassen durch den öV schon lange Gegenstand intensiver Diskussionen und Studien ist. Bei genauerem Nachdenken kamen aber in der nachfolgenden Arbeitsgruppensitzung doch auch Fragen auf:
- Muss ein Tram unbedingt über den Bubenbergplatz in die Innenstadt geführt werden? Könnte eine attraktive Durchmesserlinie nicht auch vom Weissenbühl-Mattenhof via Hirschengraben und Schanzenbrücke in die Länggasse führen?
- Der Korridor Gürbetal/Längenberg ist eine wichtige Quelle der alltäglichen automobilen Verkehrsüberflutung des Stadtteils 3. Eine optimaleres Umsteigen von der Gürbetalbahn auf das städtische ÖV-Netz ist dringend. Dies sollte mit der Verlängerung der Tramlinie nach Kleinwabern und dem Bau einer zusätzlichen S-Bahnhaltestelle erreicht werden. Mit dem Nein des UVEK zur Finanzierung aus Agglomerationsgeldern rückt der Bahnhof Weissenbühl in den Blickpunkt des Interesses. Doch die Anbindung der neuen Tramlinie 10 mittels teuren Liften ans Bahnhofniveau und die Verschiebung des Haltepunktes sind aufwendig.
- Könnte dies nicht besser und schneller mit der Verlängerung der Linie 3 zum Bahnhof Weissenbühl sichergestellt werden?
Falls dies mit einer Tramlinie nicht möglich ist, könnte eine entsprechende Buslinie geprüft werden. Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Delegierten der QM3 anlässlich der DV vom 7.12.09. Im Frühling 2010 wird dann dazu ein öffentliches Mitwirkungsverfahren stattfinden.
Bericht aus den Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe Planung Bau Verkehr
Die Arbeitsgruppe Planung Bau Verkehr bereitet Traktanden und Themen in ihrem Bereich für die DV auf und erarbeitet Entwürfe für Stellungnahmen zuhanden der einzelnen Delegierten, resp. Mitgliedervereinigungen und der DV.
Die Arbeitsgruppe setzt sich generell aus fünf bis sieben Delegierten der QM3 und einem Mitglied der Stelle für Quartierarbeit im Stadtteil 3 zusammen. An verschiedenen Sitzungen waren zudem weitere interessierte Delegierte, VertreterInnen des Stadtplanungsamtes, der Stadtgärtnerei, der lokalen Agenda 21, der Verkehrsplanung der Stadt Bern und weiterer Institutionen und Mitarbeitende privater Büros anwesend.
Die Arbeitsgruppe Planung Bau Verkehr befasste sich im vergangenen Jahr in fünf Sitzungen während ca. 20 Sitzungsstunden unter anderem mit rund 20 grösseren Projekten und zahlreichen kleineren Sachgeschäften: Quartierplanung, Schüler-/Schülerinnentreff und Umgestaltung Munzingerplatz, Waldstrassenplan, Vorgehen LSA Brunnmatt, Mitwirkung Aareschlaufen VRB, Regionaler Richtplan N+L Überbauung Weissenstein-Neumatt, Schulwegsicherheit, Umwelttag 2010, Tram Bern West, ÖV Konzept Insel / von Roll Konzept, Tram Eigerplatz, Planung Holligen, ÖV-Erschliessung Weissenbühl-Monbijou, Begrüssungsanlässe für NeuzuzügerInnen im Stadtteil 3.
Arbeitsgruppe Schule Soziales und Integration
Die Arbeitsgruppe Schule Soziales und Integration bereitet an zwei Sitzungen Traktanden und Themen in ihrem Bereich für die DV auf und erarbeitet Entwürfe für Stellungnahmen zuhanden der einzelnen Delegierten, resp. Mitgliedervereinigungen und der DV. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus ca. sieben Delegierten der QM3 und einem Mitglied der Stelle für Quartierarbeit im Stadtteil 3 zusammen.
Koordinationssitzungen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil 3
Die QM3 organisiert in der Regel zweimal pro Jahr Koordinationssitzungen zwischen verschiedenen, im Stadtteil 3 in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätigen Personen und weiteren am Thema resp. an einer Koordination interessierten Stellen.
Die Koordinationssitzungen befassten sich im vergangenen Jahr während 2 Sitzungsstunden mit folgenden Themen: Umsetzung Jugendmotion, Ansprechperson für Kinder und Jugendliche im Stadtteil 3, Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen und Koordinations- / Unterstützungsbedarf im Stadtteil 3.
Quartiermagazin
In enger Zusammenarbeit zwischen dem Verein Villa Stucki und der Quartierkommission QM3 konnte das neue QuartierMagazin lanciert werden. Schon bald wurde das Magazin mit einer Auflage von 25'000 Exemplaren zu einer wichtigen Informationsdrehscheibe aller Haushalte in den verschiedenen Quartierteilen des Stadtteils.
Wechsel in der Koordinationsstelle
Die Koordinationsstelle wird noch bis Ende Jahr durch Rolf Steiner vom Büro verkehrsteiner geführt. Um seine Haupttätigkeit (Verkehrsplanung, Tempo 30-Zonen, Begegnungszonen, Wirkungsanalysen, Mobilitätsmanagement) konzentrierter durchführen zu können, wird Rolf Steiner auf Ende Jahr die Arbeit als Koordinator der Nachfolge übergeben.
Seit 2001, wenige Jahre nach deren Gründung, steht Rolf Steiner im Dienste der QM3, zuerst als deren Sekretär, nach der Umwandlung in die Vereinsform offiziell als Leiter der Koordinationsstelle. In diesen Jahren sind sowohl Rolf Steiner, wie auch die QM3 als Organisation, gemeinsam durch manche Höhen und Tiefen gegangen. Besonders die schwierige Zeit der Vereinsgründung und das Interregnum nach gescheiterter RPR-Vorlage 2003 bis 2004 bleiben in lebhafter Erinnerung.
Dass Rolf Steiner manche Unterstützung und Dienstleistung gegenüber Vorstand und Präsidium der QM3 in dieser schwierigen Phase unentgeltlich erbracht hat, verdient höchste Anerkennung.
Die Tatsache, dass QM3 das ist, wie sie sich heute zeigt, ist in hohem Masse dem grossen Sachverstand und gesellschaftlichen Engagement Rolf Steiners zu verdanken. Dafür gebührt ihm unser uneingeschränkter Dank!
Neubesetzung der Koordinationsstelle
Im Auftrag der Delegiertenversammlung führte der aus 6 bis 8 Personen bestehende Wahlausschuss an insgesamt 6 Sitzungen ein ausführliches Evaluationsverfahren durch. Ein entsprechendes Inserat wurde im Stadtanzeiger sowie auf einschlägigen Internetadressen publiziert.
Aus insgesamt 17 Bewerbungen wurde Marc Niklaus in einem intensiven Evaluationsverfahren aufgrund eines Zweiervorschlags an die Delegiertenversammlung und einer «Arbeitsprobe» (DV-Protokoll), erkoren.
Kurzportrait Marc Niklaus
Marc Niklaus wurde von den Delegierten und vom Wahlausschuss zum Nachfolger von Rolf Steiner bestimmt und wird die Geschäftsstelle der QM3 ab 2010 übernehmen.
Er ist in Ostermundigen aufgewachsen und hat seine Jugendzeit mehrheitlich in der Stadt Bern verbracht. In den letzten 20 Jahren hat er in verschiedenen Quartieren der Stadt gewohnt (Länggasse, Lorraine, Breitenrain, Kirchenfeld, Altenberg).
Nach der Sekundarschule lebte er 3 Jahre in der Westschweiz, wo er die Handelshochschule besuchte. Das kaufmännische Wissen hat er bei seinen Tätigkeiten für verschiedene Konzerne einsetzen können und mit der eidgenössischen Ausbildung zum Koordinator ergänzt. Ab 1998 engagierte er sich im Bereich der Alternativen Mobilität (Elektromobil TWIKE, E-Bikes, u.ä.) und leitete den nationalen Branchenverband. Während dieser Zeit studierte er «Management von Non- Profit-Organisationen» im Nachdiplomstudium und schloss dieses erfolgreich ab.
Er lebt seit 1995 mit seiner Frau zusammen, welche als Betriebsleiterin in der Villa Stucki arbeitet. Gemeinsam betreuen sie Tochter Malin (3) und Sohn Joris (1).
Ausblick 2010
Wichtige Themen sind für die Quartiermitwirkung im Stadtteil 3
- Einarbeitung Koordinationsstelle
- Begrüssungsanlässe für Neuhinzugezogene im Stadtteil 3
- SPOHAWE, Stand der Arbeiten, G. Albisetti- OR Stadttangente, je nach Bedarf
- Orientierung SPA /AT Stadtteilpark, neuer Standort Chinderchübu?
- Orientierung Studien Areal Beaumont
- Orientierung SPA MW ÜO Mutachstrasse
- OR Güterstrasse
- Kreditstand WUV
- Vorstellen aktuelle Projekte Quartierarbeit; Standbericht Primano
- Ev Stand Sanierungsprojekt Steinhölzli Spielplatz
- Ev. Waldegg S-Bahn
- Koordination / Zusammenarbeit mit Schulen und Elternräten
Weiter werden die QM3 folgende wichtige Themen oder Projekte beschäftigen:
Ev. Workshop Integrationsfragen
Ev. Workshop generationenübergreifende Projekte
Ev. Netzwerk-Event Wohnen-Arbeiten im Stadtteil 3
Für detaillierte Informationen über den Inhalt und den Verlauf der Plenumssitzungen sei auf die entsprechenden Protokolle verwiesen. Die Einladungen und Protokolle der Delegiertenversammlungen des jeweils laufenden Jahres können hier unter der Rubrik Termine abgerufen werden. Die Sitzungen sind öffentlich. Bei Bedarf können die Protokolle auch per mail bestellt werden ( ).
Genehmigt durch die Delegiertenversammlung am 07.12.2009
Für die QM3 – Quartiermitwirkung Stadtteil 3
Tom Lüthi (Co-Präsident)
Rolf Steiner (Koordinationsstelle)
Frühere Jahresberichte
Geschäftsbericht
2009 und Ausblick 2010 (pdf)
Geschäftsbericht
2008 und Ausblick 09 (pdf)
Geschäftsbericht
2007 und Ausblick 08 (pdf)
Geschäftsbericht
2006 und Ausblick 07 (pdf)
Geschäftsbericht
2005 und Ausblick 06 (pdf)
Geschäftsbericht
2004 und Ausblick 05 (pdf)
Geschäftsbericht
2003 und Ausblick 04 (pdf)
